Drei verschiedene Fachgebiete, drei verschiedene Tonalitäten, drei verschiedene Terminologien. Ihr Kopf raucht. Jetzt sitzt sie am Rechner und beantwortet 5 Angebotsanfragen. Jede braucht: Textumfang schätzen, Preis kalkulieren, Liefertermin berechnen, Angebot schreiben. Pro Anfrage: 20-30 Minuten. Und sie muss den Kalender prüfen – kann sie das alles überhaupt schaffen? Nächste Woche: Konferenzdolmetschen am Mittwoch und Donnerstag. Das heißt: Montag, Dienstag und Freitag für alle aktuellen Übersetzungsaufträge. Reicht die Zeit? Keine Ahnung.
Was will ich wirklich erreichen? Ich will übersetzen – nicht E-Mails sortieren. Meine eigentliche Arbeit ist Sprache, Präzision und Stil. Aber aktuell verbringe ich viel Zeit mit Angebotsanfragen, Rückfragen und Projektorganisation.
Welche Freiheit will ich zurückgewinnen? Meine Konzentrationsphasen. Gute Übersetzungen entstehen, wenn ich mehrere Stunden am Stück arbeiten kann.
Woran erkenne ich, dass es funktioniert? Ich habe täglich mehrere ungestörte Stunden für Übersetzungen.
Was kostet mich am meisten Zeit und Energie?
Was blockiert mich am meisten? Die Angebotsanfragen. Sie kommen ständig rein und unterbrechen meine Arbeit.
Welchen Fehler mache ich immer wieder? Ich prüfe jedes Dokument sofort – auch wenn ich gerade mitten in einer Übersetzung bin.
Wo brauche ich Entlastung?
Woran erkenne ich, dass es funktioniert? Ich brauche nur noch wenige Minuten, um ein Angebot zu prüfen und zu versenden.
Das darf Lena selbstständig:
Anfragen zusammenfassen
Dokumentumfang schätzen
Angebotsentwürfe erstellen
Standardantworten formulieren
Das darf Lena nicht (oder nur mit Freigabe):
Preise verbindlich festlegen
Deadlines zusagen
Verträge abschließen
Inhaltliche Übersetzungen erstellen
So soll Lena klingen: Professionell, klar, präzise.
So soll Lena NICHT klingen: Zu technisch oder unpersönlich.
Was mir besonders wichtig ist: Kunden sollen Vertrauen haben, dass ihre Texte sorgfältig behandelt werden.
Eskalation – Lena fragt mich bei:
Lena informiert mich sofort bei:
Welche Informationen braucht Lena?
Welche Systeme nutze ich?
Wie bekommt Lena die Daten? Kundenanfragen und Dokumente.
Welche Rollen übernimmt Lena?
Hauptrolle: Koordinatorin
Was erwarte ich konkret? Jede Anfrage wird strukturiert vorbereitet.
Was bleibt bei mir?
Wo setze ich die Richtung? Bei Spezialisierung und Qualität meiner Arbeit.
Wo brauche ich mein Urteil? Bei schwierigen Fachtexten.
Absolute No-Gos:
Nie Übersetzungen erstellen
Nie Preise final festlegen
Nie Deadlines bestätigen
Eskalation:
Bei Beträgen ab: Preisentscheidungen treffe ich.
Themen, die tabu sind: Vertrauliche Dokumentinhalte.
Wenn dieses Mandat läuft, dann: ...arbeite ich wieder mehrere Stunden am Stück an Übersetzungen.
1. Ziel
Jede Anfrage wird in 4 Stunden beantwortet. 90% der Angebote in 24 Stunden. Lina übersetzt den ganzen Tag. Rechnungen gehen pünktlich raus.
Erfolgskriterien: Anfrage kommt, 2 Stunden später Angebot. Kunde antwortet sofort. Lina sitzt nur noch beim Übersetzen.
2. Rahmen
Das darfst du selbstständig:
Erstantworten formulieren. Angebote kalkulieren (Wortpreis mal Umfang). Timeline vorschlagen. Status-Updates senden. Rechnungserinnerungen versenden.
Das darfst du nicht:
Sprachliche Qualitätsbewertung vornehmen. Fachgebiet-Einschätzungen geben. Rabatte gewähren. Deadlines verkürzen.
Absolute No-Gos:
Keine Qualitätsbewertung. Keine Fachgebiet-Zusagen außerhalb Kompetenz. Rabatte nur mit Lina.
Personen, bei denen immer ich handle:
Baker & McKenzie (Großkunde). Bei ungewöhnlichen Fachgebieten immer Lina.
Tabu-Themen:
Qualitätszusagen, Fachgebiet-Garantien, Preise unter Wortpreis.
3. Werte
Professionell, international, präzise. Der Kunde soll verstehen, dass das eine seriöse Professionalistin ist.
Beispielton:
„Dear Ms. Miller, thank you for your inquiry. Based on the document scope...“
Nicht zu informell, nicht akademisch.
4. Eskalation
Frag mich bei:
Ungewöhnliches Fachgebiet (nicht Linas Spezialisierung). Rabatt-Anfrage. Deadline sehr kurz.
Informier mich sofort bei:
Großes Projekt (über 10.000 Wörter). Wiederkehr-Kunde mit hohem Potenzial. Qualitäts-Frage.
5. Kontrolle
Täglich 8:00 und 17:00 (10 Minuten):
Anfragen beantwortet? Angebote raus?
Wöchentlich:
Pipeline plus Auslastung. Wie viele Anfragen, wie viele Projekte laufen?
Monatlicher Check:
Umsatz plus Auslastung. Bin ich gut ausgelastet? Fehlerquoten bei Angeboten?
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